Drei Jungen (11, 12, 12), stehen im Verdacht, in Loxstedt eine
Nordwestbahn beworfen und Steine auf die Schienenköpfe gelegt zu haben.
Betroffen war der Bahnverkehr zwischen Bremen und Bremerhaven. Der
Lokführer eines Güterzuges konnte einen von ihnen festhalten.
Bundespolizisten ermittelten die weiteren Verdächtigen.
Am
Dienstagnachmittag wurden in Loxstedt zunächst zwei Scheiben der
Nordwestbahn 83222 durch Steinwürfe beschädigt. Sie splitterten, wurden
aber nicht durchschlagen. Fahrgäste erschreckten sich - verletzt wurden
sie nicht. Der Zug war auf der Fahrt von Bremen nach Bremerhaven.
Gleichzeitig
meldeten mehrere Lokführer Serien aufgelegter Schottersteine über ca.
zwei Meter auf beiden Gleisen. Die Steine wurden überfahren, wobei
Splitter bis zu 100 Meter weit fliegen können - eine Gefahr für
Passanten und Verursacher. Langsames Fahren wurde für alle Züge
angeordnet.
Kurz darauf sah der 30-jährige Lokführer des
Güterzuges 59767 auf der Fahrt Richtung Bremerhaven drei Kinder, die
augenscheinlich dafür verantwortlich waren. Eins von ihnen konnte er
festhalten. Die Bundespolizisten übergaben die Kinder an ihre Eltern.
Durch
die gefährlichen Eingriffe in den Bahnverkehr verspäteten sich 17 Züge.
Die Schadenshöhe der beschädigten Scheiben und eventuell beschädigter
Räder steht noch nicht fest und kann mehrere tausend Euro betragen.
Strafmündig
sind die Kinder nicht, aber zivilrechtlich drohen ihnen Schuldentitel,
die 30 Jahre gültig sind. Zudem zahlen Haftpflichtversicherungen nicht
bei vorsätzlichen Straftaten.
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