Couragierte Zeugen überwältigen Messerangreifer

Cuxhaven. Am Montagabend gegen 21 Uhr überwältigten mehrere mutige Männer einen 39-Jährigen, der erst einen Hund getreten und anschließend die beiden Hundehalter mit einem Messer verletzt haben soll. Der 39-Jährige hielt sich im Bereich der St. Petri Kirche am Strichweg in Döse auf und soll bereits im Vorfeld Hundebesitzer angepöbelt haben. Ein 62-jähriger Cuxhavener informierte die Polizei und eilte kurz darauf einem anderen Hundebesitzer zu Hilfe. Dessen Hund hatte der 39-Jährige mit solcher Wucht getreten, dass er von der Grünfläche bei der Kirche auf die Straße geschleudert wurde. Das Tier erlitt schwerste Verletzungen. Anschließend soll der Beschuldigte dem 37-jährigen Hundebesitzer eine Schnittwunde am Hals zugefügt haben. Dessen 29-jährige Begleiterin erlitt Verletzungen an der Hand. Sechs junge Männer im Alter von 20 bis 23 Jahren kamen zufällig vorbei, stoppten ihre Wagen und schritten ein. Sie hielten den Angreifer so lange fest, bis Polizeibeamte ihn entwaffnen und festnehmen konnten. Das Paar und dessen Hund mussten ärztlich behandelt werden.
Die Polizeibeamten loben ausdrücklich das couragierte und beherzte Eingreifen des Cuxhaveners und der jungen Männer aus der Samtgemeinde Land Hadeln. Auch eine 55-jährige Cuxhavenerin verhielt sich vorbildlich und stand den Tierhaltern über mehrere Stunden unterstützend zur Seite. Die Staatsanwaltschaft Stade beantragte beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 39-Jährigen aus Koblenz.
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Die Polizei lobt das mutige Einschreiten der Zeugen. Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen - das ist der wichtigste Rat der Polizei. Damit ein Helfer oder eine Helferin nicht selbst zum Opfer wird, gilt es, die Situation richtig einzuschätzen und immer auch die eigene Sicherheit im Blick zu haben. Für den Ernstfall hat die Polizei deswegen sechs Regeln für richtiges Verhalten entwickelt.
Die sechs Regeln:
   - Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
   - Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
   - Ich beobachte genau, präge mir Täter-Merkmale ein.
   - Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
   - Ich kümmere mich um Opfer.
   - Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung. 
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Das Tier erlitt schwerste Verletzungen. Anschließend soll der Beschuldigte dem 37-jährigen Hundebesitzer eine Schnittwunde am Hals zugefügt haben.

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