Sofern sich die Corona-Lage im
Kreisgebiet weiterhin so positiv entwickelt, können bereits im Juni
erste vorsichtige Veranstaltungskonzepte und Sportveranstaltungen im
Freien möglich sein. Darauf haben sich Vertreterinnen und Vertreter der
Vereine, Verbände und kreisangehörigen Kommunen mit der Kreisverwaltung
am vergangenen Dienstag in einer gemeinsamen Videokonferenz verständigt.
In einer ersten Veranstaltung Ende März war man zunächst
übereingekommen, dass Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte nach
übereinstimmender Einschätzung der Beteiligten nicht möglich sein
würden. „An der Grundsätzlichkeit dieser Haltung möchten wir nun nicht
mehr festhalten“, berichtet der Erste Kreisrat Friedhelm Ottens.
„Inzwischen haben wir eine andere Inzidenz und eine andere
Verordnungslage“, so der Stabsleiter.

Zunächst werden ausschließlich Veranstaltungen im Freien möglich
sein. Voraussetzung dafür ist ein nachvollziehbares Hygienekonzept, das
neben der bereits bekannten Aspekte, wie zu gewährleistende Abstände und
Wegeregelungen, auch die Testerfordernisse einbezieht. Das Konzept muss
der Kreisverwaltung vor der Veranstaltung vorgelegt werden. „Es gilt
„draußen vor drinnen“ und „testen, testen, testen““, betont Torsten
Köhne, der im Krisenstab für die Umsetzung der Niedersächsischen
Corona-Verordnung zuständig ist. Auf die Zulassung von Zuschauern müssen
die Veranstalter zumindest im kommenden Monat noch verzichten. Köhne
weiß, dass dies ein schwieriger Aspekt ist, der auch in den folgenden
Monaten gründlich betrachtet werden müsse. Die Vermeidung von großen und
unkontrollierbaren Menschenansammlungen werde bis auf weiteres oberstes
Ziel bleiben müssen.

Der Wunsch der Organisatoren nach Planungssicherheit ist sehr groß.
Kreissportbundvorsitzender Maik Schwanemann hält es für wichtig, den
Vereinen eine Perspektive zu geben:„ Die Vereine brauchen etwas
Greifbares, damit die Stimmung allmählich steigt.“ Dennoch ist die
weitere Entwicklung der Infektionslage nach übereinstimmender
Einschätzung aller Beteiligten nur schwer abzusehen. Auch wenn von
Seiten der Landesregierung bereits ein Stufenplan vorgelegt wurde, ist
der endgültige Text der ab Juni geltenden Corona Landesverordnung noch
nicht bekannt. „Die Beurteilung der weiteren Entwicklung gleicht nach
wie vor dem Blick in eine Glaskugel“, folgert Köhne. Für die kommende
Zeit wurde daher ein weiterer regelmäßiger Austausch vereinbart, um z.B.
auch Möglichkeiten von Indoor-Sportbetrieb auszuloten.
Einzelfragen, beispielsweise zur konkreten Umsetzung der
Testverpflichtungen, haben die Stabsmitglieder aufgenommen, um sie im
Nachgang zu klären. Als Multiplikatoren werden die Vertreterinnen und
Vertreter der Verbände die Ergebnisse jeweils in ihre Bereiche
kommunizieren.
Wünsche einzelner Veranstaltungsorganisatoren zu konkreten Vorhaben
sollen möglichst über die jeweiligen Verbände/ Organisatoren mit
ausreichenden zeitlichen Vorlauf über die E-Mail Adresse gesundheitsamt@landkreis-cuxhaven.de an den Landkreis herangetragen werden.
Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven.